Ein Sirren oder Stöhnen von der Fahrzeugfront, das beim Lenken ansteigt und beim Geradestellen nachlässt — am lautesten bei vollem Einschlag, und meist am schlimmsten beim langsamen Rangieren. Diese Beziehung zum Lenkwinkel ist die ganze Diagnose: Sie verortet das Geräusch in der Servolenkung und nirgendwo sonst, denn nichts anderes im Fahrzeug wird vom Lenkrad belastet.
An einem hydraulischen System ist die erste Prüfung kostenlos und dauert eine Minute — der Ölstand, und ob das Öl voller Schaum ist, was heißt, dass die Pumpe Luft zieht und sich selbst zerstören wird, wenn man sie lässt. Der Schaum ist der Befund, nicht der Stand: Ein System, das Luft gezogen hat, betreibt seine Pumpe bereits mit Schaum statt mit Öl.
Luft kommt von der Saugseite herein, das ist der Niederdruckschlauch zwischen Behälter und Pumpe — ein Leck dort zieht also Luft hinein, ohne Öl hinauszulassen, und auf der Einfahrt ist nichts zu finden. Das ist die Variante, nach der die Leute am härtesten suchen und die sie zuletzt finden.
Ein niedriger Stand ohne Schaum weist auf ein Leck auf der Druckseite, und die tropfen: der Hochdruckschlauch, die Dichtungen des Lenkgetriebes, oder der Wellendichtring der Pumpe.
Ein Sirren bei korrektem, klarem Ölstand ist die Pumpe selbst — verschlissene Flügel oder ein ausfallendes Lager — und es wird typischerweise über Monate lauter, statt plötzlich aufzutreten.
An einem elektrisch unterstützten System gibt es überhaupt kein Öl, und ein Sirren, das dem Lenkwinkel folgt, ist der Motor oder sein Getriebe. Das ist eine andere Reparatur und ein anderes Teil, also kommt das Feststellen, welches System das Fahrzeug hat, vor allem anderen.
Die Lenkung nicht im vollen Einschlag halten. An einem hydraulischen System läuft die Pumpe dann gegen ihr Überdruckventil, was das Öl schnell erhitzt, und so wird aus einer grenzwertigen Pumpe eine ausgefallene.